Presse
15.03.2013, 08:00 Uhr
PARTEIEN / MITGLIEDERVERSAMMLUNG DES CDU-STADTVERBANDS BLAUBEUREN
Reiner Baur: "Schultausch kommt nicht in Frage"
Wahlen, Berichte des Vorstands und aus dem Gemeinderat und Kreistag standen bei der Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbands Blaubeuren-Berghülen auf der Tagesordnung.
Thomas Licht wurde einstimmig im Amt des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden bestätigt.
56 Mitglieder zählt die Blaubeurer CDU derzeit, stellte Kassier Martin Vonier in seinem Bericht fest. "Wegen des Landtagswahlkampfs klafft ein Loch in der Kreiskasse", sagte er. Deshalb seien die Mitglieder aufgefordert worden, ihren Beitrag "kritisch zu überprüfen". Fünf Mitglieder aus dem Stadtverband hätten daraufhin reagiert. "Wir haben Mitglieder, die zahlen fünf Euro im Monat, ein Beitrag, der für Studenten vorgesehen war, obwohl sie schon das Rentenalter erreicht haben", kommentierte Vorsitzender Thomas Licht später in seinem Bericht. Die Blaubeurer CDU plant in diesem Jahr keine nennenswerten Ausgaben. Im nächsten Jahr, wenn Kommunalwahlen sind, werde sich das ändern, kündigte Vonier an.
Im vergangenen Jahr gab es etliche Sitzungen, Stammtische in den Ortsteilen, Besichtigungen und Veranstaltungen mit dem Landtagabgeordneten Karl Traub und der damals noch amtierenden Ministerin Annette Schavan, berichtete Licht. Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Blaubeurer Gemeinderat, Reiner Baur, sprach wichtige Beschlüsse und Themen aus dem letzten Jahr an. Zur gerade aktuellen Diskussion zur Schullandschaft in Blaubeuren stellte er entschieden klar: "Ein Schultausch von Realschule beziehungsweise Werkrealschule und Gymnasium kommt für die CDU nicht in Frage." Denn die Kooperation mit dem evangelischen Seminar sei dann nicht mehr möglich und das würde das Ende des Seminars, einer für Blaubeuren sehr wichtigen Einrichtung, bedeuten. Auch die XXL-Lösung, alle Schulen zentral rund ums Gymnasium, sieht er kritisch. "Wir müssten nicht nur in die Gebäude, sondern auch in die Infrastruktur wie Ausbau des Busbahnhofs investieren", sagte Baur. Weitere Punkte aus dem Gemeinderat waren Ausbau der Kinderkrippenplätze und die Verkehrssituation. Dazu fordert die CDU eine Einbahnstraßenregelung für die Ulmer Straße. Zum Thema Weltkulturerbe bemerkte Baur. "Auch wir wollen Weltkulturerbe werden, wir wollen aber eine Reduzierung der Pufferzone."
CDU-Kreisrat Hubert Bold ging in seinem Bericht auf Entscheidungen ein, die Auswirkungen auf Blaubeuren haben,unter anderem der Ausbau der Sonderbucher Steige. Schwierig sei die Planung, da Biotope, Naturschutzgebiete und FFH-Gebiet bis an die Straße reichten. Für einen Radweg wurden mehrere Varianten untersucht, von Gerhausen über den Grund oder über die mittlere Steige und Flugplatz oder über die alte Sonderbucher Steige. "Das kommt alles nicht in Frage, weil der Radweg wegen zu großer Umwege oder zu großer Steigung nicht akzeptiert würde", sagte Bold. Ein Radweg parallel zur Straße würde aber jeglichen Kostenrahmen sprengen. Daher werde es nur eine Markierung auf der dann 6,50 Meter breiten Straße geben. Der Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung, da dies in der Regel nur innerorts möglich sei, laufe noch.
Bei den turnusgemäß im Abstand von zwei Jahren stattfindenden Wahlen ergaben sich keine Änderungen. Thomas Licht ist weiterhin erster und Reiner Baur zweiter Vorsitzender, Konstantin Kräutle Schriftführer und Martin Vonier Kassier. Beisitzer sind Günter Allgaier, Hansjörg Baier, Erika Bohnacker, Hubert Bold, Dominik Eißler, Werner Reppin und Ernst Schilling. Kassenprüfer sind Hubert Bold und Kunigunde Licht.

Erscheinungsdatum:  15.03.2013, Copyright Das Blaumännle